Es gibt Flüge, die man nicht vergisst. Und dann gibt es Flüge, bei denen man am Ende nur noch hoffen kann.
An diesem Tag war das Wetter herrlich. Perfekt für einen entspannten Flug mit meiner TinyWhoop Aquila 16. Die kleine Drohne flog ruhig und zuverlässig über den Baumkronen. Ich wollte den Flug einfach genießen und etwas weiter hinaus.
Doch irgendwann habe ich meine eigenen Grenzen überschritten.
Die Entfernung wurde größer, die Drohne am Himmel immer kleiner. Aus dem kleinen Punkt wurde irgendwann gar nichts mehr. Dann war plötzlich das Funksignal weg.
Ich konnte die Drohne nicht zurückholen und wusste nur noch ungefähr, wo sie sich befinden musste. Unter mir: Baumkronen. Über mir: blauer Himmel. Und irgendwo dazwischen mein kleiner Flieger.
Ich habe gesucht, bin die Umgebung abgegangen und habe immer wieder gehofft, irgendwo das vertraute Geräusch der kleinen Motoren oder die Drohne selbst zu entdecken.
Aber nichts.
Besonders ärgerlich ist, dass es kein schlechtes Wetter, kein technischer Defekt oder irgendein dramatischer Absturz war. Es war schlicht meine eigene Entscheidung, die Entfernung weiter auszureizen, obwohl ich den kleinen Punkt am Himmel eigentlich schon kaum noch erkennen konnte.

Manchmal muss man beim FPV-Fliegen eben akzeptieren, dass die eigenen Grenzen nicht dort liegen, wo die Technik theoretisch noch hinfliegen könnte.
Mein kleiner Liebling ist weg.
Und ich hoffe trotzdem noch ein bisschen, dass ich ihn eines Tages irgendwo zwischen den Baumkronen wiederfinde. 🥲