Bisher wurden drei verschiedene Ready-to-Fly-Drohnen geflogen. Zwei davon sind leider abgestürzt – allerdings nicht aufgrund mangelnder Flugerfahrung, sondern wegen einer Fehlbedienung im FPV-/VR-Brillen-Modus. In beiden Fällen wurde auf der Fernsteuerung versehentlich die falsche Taste betätigt.
Besonders zu beachten ist, dass sich die Eigenschaften und die Bedienung eines Flight Controllers je nach System teilweise deutlich unterscheiden. Die Tastenbelegung und die einzelnen Funktionen sind nicht bei jedem Modell identisch. Wer zwischen verschiedenen Drohnen oder Steuerungen wechselt, muss sich daher zunächst mit der jeweiligen Bedienung vertraut machen.
Das BetaFPV-Kit stellt durch die Kombination aus Fernsteuerung (Controller) und FPV-Brille eine andere Konfiguration dar als eine klassische Ready-to-Fly-Drohne. Dadurch unterscheidet sich die Bedienung in einigen Punkten, weshalb eine sorgfältige Eingewöhnung und das Kennenlernen der Tastenbelegung empfehlenswert sind, um Fehlbedienungen und mögliche Abstürze zu vermeiden.



Interessant fand ich, dass die Cockpit-Funktionen bei den drei verschiedenen Drohnen jeweils unterschiedlich ausgelegt waren. So verfügten zwei der Ready-to-Fly-Drohnen über eine Split-Screen-Funktion für den Betrieb mit einer Smartphone-VR-Brille.
Aus Neugier entschied ich mich daher, etwa 20 bis 30 Euro in eine Smartphone-VR-Brille zu investieren, um auch diese Ready-to-Fly-Drohne im FPV-Modus zu testen.
Ganz ehrlich: Das Fluggefühl hat mich positiv überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass der Unterschied zwischen dem normalen 2D-Bild und der 3D-Darstellung in einer VR-Brille so deutlich ausfällt. Das räumliche Sehen vermittelt ein wesentlich intensiveres Flugerlebnis, wodurch sich die Orientierung in der Luft spürbar verbessert. Dadurch wirkt das Fliegen natürlicher und immersiver – fast so, als säße man selbst im Cockpit der Drohne.
Das Fluggefühl im Cockpit-Modus kann einen schnell in seinen Bann ziehen. Gerade das FPV-Erlebnis vermittelt den Eindruck, selbst in der Drohne zu sitzen. Dabei vergisst man leicht, wie intensiv dieses Flugerlebnis sein kann.
Wenn ihr das selbst ausprobieren möchtet, solltet ihr jedoch einige Dinge beachten. Fliegt mit einem Smartphone-Aufsatz am Flight Controller stets verantwortungsbewusst und haltet euch an die geltenden Vorschriften. Insbesondere solltet ihr die Drohne immer so fliegen, dass sie sich innerhalb der Sichtflugdistanz (VLOS – Visual Line of Sight) befindet. Auch wenn der Blick auf das Smartphone oder die VR-Darstellung sehr fesselnd ist, darf die sichere Kontrolle über die Drohne niemals verloren gehen.



Heutige Ready-to-Fly-Drohnen sind häufig bereits mit zahlreichen Assistenz- und Komfortfunktionen ausgestattet, die sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Piloten das Fliegen erleichtern. Je nach Hersteller und Modell kann die Ausstattung unterschiedlich ausfallen.
Zu den häufigsten Funktionen gehören mehrere Geschwindigkeitsstufen, eine Auto-Schwebe-Funktion (Altitude Hold), der Headless-Modus, eine Hinderniserkennung sowie eine One-Key-Return-Funktion. Viele Modelle verfügen zusätzlich über eine Notaus-Funktion, die in kritischen Situationen den Motor sofort abschalten kann.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil vieler Ready-to-Fly-Drohnen ist das integrierte 6-Achsen-Gyroskop. Dieses stabilisiert die Fluglage kontinuierlich und gleicht kleinere Flugbewegungen automatisch aus. Dadurch bleibt die Drohne ruhiger in der Luft und lässt sich auch bei Richtungswechseln oder moderaten Windverhältnissen deutlich einfacher kontrollieren. Besonders Einsteiger profitieren von dieser elektronischen Flugunterstützung.
Je nach Modell stehen außerdem bis zu drei Geschwindigkeitsstufen zur Verfügung. Anfänger können zunächst mit einer langsamen Fluggeschwindigkeit üben, während fortgeschrittene Piloten auf höhere Geschwindigkeiten umschalten können.
Die Auto-Schwebe-Funktion hält die Drohne selbstständig auf einer konstanten Höhe und erleichtert dadurch das Steuern erheblich. Im Headless-Modus orientiert sich die Steuerung an der Position des Piloten und nicht an der Flugrichtung der Drohne. Das macht die Bedienung insbesondere für Einsteiger deutlich intuitiver.
Einige Modelle besitzen zusätzlich Sensoren zur Hinderniserkennung. Diese können helfen, Kollisionen zu vermeiden, ersetzen jedoch keinesfalls die Aufmerksamkeit des Piloten. Die One-Key-Return-Funktion ermöglicht es, die Drohne per Knopfdruck zurückfliegen zu lassen. Darüber hinaus sorgt eine Notaus-Funktion für zusätzliche Sicherheit, falls in einer Gefahrensituation ein sofortiges Abschalten der Motoren erforderlich wird.
Insgesamt machen diese Assistenzsysteme das Fliegen komfortabler und sicherer. Dennoch ersetzen sie weder Übung noch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Drohne. Der Pilot bleibt jederzeit für den sicheren Betrieb verantwortlich.


Viele moderne Ready-to-Fly-Drohnen wiegen weniger als 250 Gramm und gehören damit zur besonders leichten Drohnenklasse. Dieses geringe Gewicht bietet mehrere Vorteile und macht diese Modelle vor allem für Einsteiger und Freizeitpiloten interessant.
In vielen Ländern gelten für Drohnen unter 250 Gramm vereinfachte gesetzliche Regelungen. Dadurch ist für zahlreiche Modelle kein Drohnenführerschein (EU-Kompetenznachweis A1/A3) erforderlich. Dennoch müssen auch für diese Drohnen die jeweils geltenden Vorschriften eingehalten werden, beispielsweise hinsichtlich Registrierung, Datenschutz, Flugverbotszonen und sicherem Flugbetrieb.

Das geringe Gewicht erleichtert außerdem den Transport. Die Drohne lässt sich bequem im Rucksack oder in einer kleinen Tasche verstauen und ist schnell einsatzbereit. Dadurch eignet sie sich hervorragend für spontane Flüge im Urlaub, auf Wanderungen oder bei Ausflügen.
Gerade für Einsteiger bieten Drohnen unter 250 Gramm einen guten Einstieg in die Welt des Modell- und FPV-Fliegens. Sie verbinden eine einfache Handhabung mit moderner Technik und ermöglichen ein unbeschwertes Flugerlebnis – selbstverständlich immer unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Bestimmungen.
Auch eine Ready-to-Fly-Drohne lässt sich mit einer Smartphone-VR-Brille hervorragend fliegen. Das Smartphone wird dazu einfach in die Halterung an der Vorderseite der Brille eingesetzt. So entsteht ein immersiver Eindruck, der das Flugerlebnis deutlich intensiviert.
Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine echte FPV-VR-Brille mit direkter Funk- oder Digitalübertragung, sondern um eine Simulation. Voraussetzung ist, dass die Cockpit- bzw. Flug-App der Drohne einen VR- oder Split-Screen-Modus unterstützt. In diesem Modus wird das Kamerabild in zwei Ansichten aufgeteilt, sodass ein räumlicher Eindruck entsteht.
Besonders beeindruckend ist dabei die Qualität der Kamera, der Sensorik und der Bildübertragung. Daran erkennt man schnell, wie leistungsfähig moderne Drohnen inzwischen geworden sind. Selbst preisgünstige Modelle bieten heute eine erstaunlich gute Bildqualität und vermitteln in Verbindung mit einer Smartphone-VR-Brille ein intensives Fluggefühl.
Für Einsteiger ist diese Kombination eine kostengünstige Möglichkeit, erste Erfahrungen mit dem FPV-Fliegen zu sammeln, ohne gleich in teure Spezialausrüstung investieren zu müssen.