Seit etwa 2020 hat sich die Smartphone-Fotografie stark verändert. Moderne Geräte besitzen deutlich bessere Kamerasensoren, mehrere Brennweiten und leistungsfähige Bildprozessoren. Ein Smartphone erstellt heute nicht mehr nur ein einzelnes Foto, sondern verarbeitet mehrere Aufnahmen zu einem optimierten Bild.

Der Sensor bestimmt, wie viel Licht aufgenommen werden kann. Größere Sensoren liefern bei wenig Licht bessere Ergebnisse und weniger Bildrauschen. Die Optik entscheidet über Schärfe und Bildqualität. Die Software übernimmt anschließend die automatische Optimierung durch HDR, Rauschreduzierung und Farbanpassung.
Smartphones werden meistens hochkant gehalten. Für viele Motive ist das Hochformat sinnvoll, besonders bei Personen oder Social-Media-Inhalten. Für klassische Fotografie bietet das Querformat jedoch deutliche Vorteile.
Unser Auge nimmt die Umgebung überwiegend in einer breiten Perspektive wahr. Deshalb wirken viele Motive im Querformat natürlicher und ruhiger.
Smartphones ab der Generation 2020 besitzen häufig mehrere Kameramodule.
Die Hauptkamera liefert die beste Qualität für den Alltag. Sie besitzt meist den größten Sensor und die lichtstärkste Optik.

Dabei sollte man beachten, dass am Bildrand Verzerrungen entstehen können.
Eine Telekamera ermöglicht entfernte Motive ohne starken Qualitätsverlust. Der digitale Zoom dagegen vergrößert meist nur einen Bildausschnitt und reduziert die Details.
Auch die beste Smartphone-Kamera ersetzt keine Bildgestaltung.
Horizont gerade halten
Ein schiefer Horizont fällt sofort auf. Das Kameraraster hilft bei der Ausrichtung.
Das Bild wird gedanklich in neun Bereiche geteilt. Wichtige Motive wirken oft interessanter, wenn sie nicht genau in der Mitte platziert werden.

Eine Landschaft wirkt deutlich spannender, wenn ein Element im Vordergrund vorhanden ist:
Dadurch entsteht mehr Tiefe im Bild.

Viele Hersteller werben mit hohen Megapixelzahlen. Für gute Fotos sind aber andere Faktoren entscheidend.
Besonders gute Ergebnisse entstehen morgens oder am Abend während der sogenannten goldenen Stunde. Das weiche Licht erzeugt bessere Farben und stärkere Strukturen.


Viele Grundlagen aus der Drohnenfotografie gelten auch beim Smartphone.
Nicht immer ist die Aufnahme aus Augenhöhe die beste Wahl. Ein tiefer Standpunkt oder eine ungewöhnliche Perspektive kann ein einfaches Motiv deutlich interessanter machen.

Die Smartphone-Kamera hat sich seit 2020 zu einem leistungsfähigen Fotowerkzeug entwickelt. Die Technik liefert heute beeindruckende Ergebnisse, aber die Bildwirkung entsteht weiterhin durch den Fotografen.